Schreiben wie ein Weltmeister

Ich lese nicht nur gerne, in den vergangenen Wochen habe ich auch viel geschrieben. Und auch beim Schreiben bin ich, genauso wie beim Lesen, nicht auf ein Genre fixiert, sondern tippe mich munter durch verschiedene durch. Im Herbst habe ich hier in München eine Schreibgruppe über MeetUp gefunden. Wir haben uns ein paar Mal im Büro eines Teilnehmers getroffen. Mittlerweile sind fast jeden Montag in einem Café verabredet und hauen in die Tasten. Die meisten jedenfalls, einige bevorzugen doch noch Stift und Papier oder schreiben auf ihr Tablet.

Ich habe meistens meinen Laptop dabei und nach etwa vier Stunden ist der Akku alle und ich habe richtig was geschafft. In so einer geschäftigen Atmosphäre in der alle fleißig tippen, fällt es mir deutlich leichter mich zu konzentrieren und einiges auf’s Papier zu bringen, als wenn ich alleine an meinem Schreibtisch sitze. Spaß macht es auf jeden Fall, doch sowohl beim Lesen als auch beim Schreiben bin ich etwas sprunghaft. Das heißt ich lese mehrere Bücher parallel und mittlerweile schreibe ich auch mehrere Dinge parallel.

Ausschlaggebend war ein Gespräch während eines Schreibtreffens. Ich erklärte, dass es mir schwer fiele mich die ganze Zeit auf ein Projekt zu konzentrieren. Schließlich dauere es ja lange, bis so ein Schreibprojekt beendet sei. Die Antwort eines Teilnehmers, der bereits einen langen Roman fertiggestellt hat: „Aber du liest ja auch nicht mehrere Bücher parallel.“ – Und da fiel es mir wie Schuppen von den Augen – um jetzt mal diese schreckliche Floskel zu bemühen. Doch, mach ich ja schon! Warum kann ich dann nicht parallel schreiben? Ach so. Kann ich ja doch. Seitdem schreibe ich in 11 verschiedenen Ordnern an Sachbüchern, Romanen, Krimis und Kurzgeschichten.

Natürlich dauert das auch viel länger, als wenn man nur eine Idee verfolgen würde, aber da bei mir ständig neue Einfälle aufploppen, muss ich die zeitnah verarbeiten und so kann ich persönlich einfach besser schreiben. Das erste Exposé ist tatsächlich auch schon in der Endphase. Ich versuche es am Wochenende fertig zu stellen. Dann bekommen es noch zwei Freunde von mir und eine Woche später will ich es dann an einen Verlag schicken.

Um was für ein Buch es sich handelt, will ich noch nicht verraten, es könnte ja sein, dass es nicht klappt… Ihr versteht. Aber sobald es Neuigkeiten gibt, werde ich sie natürlich verkünden. Bis dahin versuche ich täglich zu schreiben. In den vergangenen Tagen hat das leider nicht so gut geklappt, aber jetzt bin ich wieder dran. Wie sollte es anders sein. Auch beim Schreiben bin ich bei einer Challenge dabei. Das motiviert mich einfach sehr. Ziel ist, jeden Tag 1.000 Wörter zu schreiben und heute habe ich mein Ziel fast erreicht.

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Immer dieses Prokrastinieren…

Vor Monaten habe ich den Blog eigentlich wieder ins Leben gerufen. Mit dem Ergebnis, dass ich nichts weiter als diesen Post veröffentlicht habe. Das geht natürlich nicht. Die Stephen-King-Challenge habe ich – leider – auch nicht weiter verfolgt. Aber ich habe gelesen. Viel gelesen! Und darüber will ich jetzt wieder regelmäßig schreiben. Seit einigen Monaten bin ich nämlich in einem „Buchclub“ mit Bekannten. Das erzähle ich euch dann auch.

Und weil das mit den Bücherchallenges im Internet nicht klappt, mach ich bei zwei Challenges im real life mit. Das ist übrigens nicht weniger anstrengend. 🙂

Aber ich habe viele schöne Bücher entdeckt. Und da ich nach dem Urlaub jetzt ein bisschen erkältet bin, mache ich es mir jetzt mit einem Tee und „Die Welt im Rücken“ von Thomas Melle auf dem Sofa bequem. Das Buch steht auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis. Bisher bin ich aber noch etwas zwiegespalten. Mehr dann morgen. Hier!