173 Titel kämpfen um den Deutschen Buchpreis

Der Börsenverein meldet: In diesem Jahr haben die Verlage aus Deutschland, Österreich und der Schweiz mehr Titel als jemals zuvor für den Deutschen Buchpreis gemeldet. Insgesamt gehen 173 deutschsprachige Romane von 106 verschiedenen Verlagen ins Rennen. Im vergangenen Jahr waren es rund 40 Titel weniger, 84 Verlage hatten ihre Bewerbungen eingereicht.

Für den Deutschen Buchpreis kann jeder Verlag maximal zwei Titel vorschlagen, bis zu fünf weitere können darüber hinaus empfohlen werden.  Diese zusätzliche Liste ist in diesem Jahr 96 Romane lang.

Für die Jury geht es in der kommenden Woche dann mit der Arbeit, also dem Lesen los. Mit dabei sind Maike Albath (Deutschlandfunk und DeutschlandRadio Kultur), Gregor Dotzauer (Der Tagesspiegel), Ulrike Draesner (Autorin), Clemens-Peter Haase (Goethe-Institut), Ina Hartwig (freie Kritikerin), Christine Westermann (Westdeutscher Rundfunk) und Uwe Wittstock (Focus).

Wer es auf die Longlist, die 20 Titel umfasst, geschafft hat, wird am 17. August veröffentlicht. Auf die Shortlist, die einen Monat später bekannt gegeben wird schaffen es dann nur noch sechs Titel und am 10. Oktober ist schließlich die Preisverleihung.

Der Deutsche Buchpreis ist mit 37.500 Euro dotiert und wird der Börsenverein des Deutschen Buchhandels Stiftung vergeben.

Im vergangenen Jahr waren einige sehr interessante Titel auf der Longlist. Sicherlich werde ich den einen oder anderen Roman auch hier auf dem Blog besprechen. Leider werden die Sieger des Deutschen Buchpreises meist nicht zu Verkaufsschlagern, sondern bleiben oft Geheimtipps, die bei der breiten Öffentlichkeit nicht ankommen. Trotzdem lohnt es sich sicher sich von der Liste inspirieren zu lassen.

Quelle: boersenblatt.net

Neues Archiv für Lübecker Günter-Grass-Haus

Vor allem Wissenschaftler wird diese Nachricht freuen. Ab sofort gibt es mehr Platz für wissenschaftliche Arbeit mit dem Archivbestand. Im Günter-Grass-Haus in Lübeck ist neben dem Seminarraum in einem Nebengebäude ein zusätzlicher Archivraum entstanden. Dort können Wissenschaftler sich mit mehr als 1.100 Zeichnungen, Druckgrafiken und Aquarellen des Nobelpreisträgers beschäftigen.

Die Kosten für den Ausbau hat ein süddeutsches Unternehmen mittels einer Spende übernommen. Die Vermittlung ist durch den Grass-Freund Gerhard Schröder zustande gekommen. Der Alt-Bundeskanzler war bei der Eröffnung am Mittwoch anwesend. Er sagte laut dpa, es sei ihm eine große Ehre gewesen, einen Beitrag zum Ausbau des Archivs leisten zu können.