Kategorien der MüHeiHaMaFraLeCha 2018

Vor ein paar Wochen habe ich euch ja eine Challenge vorgestellt, bei der ich mitmache bzw. die ich selbst gestartet habe: Die MüHeiHaMaLeCha 2018. Wer sich jetzt über den Namen wundert, guckt einfach nochmal bei dem früheren Beitrag rein. Erklärt habe ich also schon warum es geht, aber die Kategorien noch nicht verraten und das will ich heute nachholen.

Insgesamt sind es 24 Bücher, die zwischen dem 1.3.2018 und dem 28.2.2019 gelesen werden müssen. Die Werke zu 22 Kategorien kann ich mir selbst aussuchen, sofern sie hineinpassen, in diesem Jahr gibt es erstmals auch zwei Pflichtbücher:

  1. Ein Buch, dessen Autor/in den gleichen Vor- bzw. Nachnamen hat wie du selbst.
  2. Ein Buch mit dem Wort „Macht“ im Titel.
  3. Ein Buch aus dem Jahr 1968.
  4. Ein Buch in dem Berge eine zentrale Rolle spielen.
  5. Ein Buch, das in Japan spielt.
  6. Ein Buch aus dem 19. Jahrhundert.
  7. Ein Sachbuch.
  8. Ein Buch, das Zeitreisen zum Thema hat.
  9. Eine Biographie.
  10. Ein Buch von oder über Astrid Lindgren.
  11. Ein Ratgeber.
  12. Eine Kolumnensammlung.
  13. Ein Buch aus dem eigenen Geburtsjahr.
  14. Ein Buch eines/r skandinavischen Autors/Autorin.
  15. Ein Roman einer Schriftstellerinnen-Ikone.
  16. Ein Roman mit einem roten Einband.
  17. Ein Buch, das man während der letzten Challenge lesen wollte, es aber nicht geschafft hat.
  18. Ein Buch mit mehr als 1.000 Seiten.
  19. Ein Buch in dem Pflanzen im Mittelpunkt stehen.
  20. Ein Buch eines/r koreanischen Autors/Autorin.
  21. Ein Buch, das am Meer spielt.
  22. Ein Buch mit einem Titel, das nur aus einem Wort besteht.
  23. Pflichtlektüre: „Und Nietzsche“ weinte von Irvin Yalom
  24. Pflichtlektüre: „Vom Ende der Einsamkeit“ von Benedict Wells

Die Wertung am Ende der Challenge ist in diesem Jahr etwas kompliziert. Für das erste Buch aus jeder Kategorie gibt es drei Punkte, es können bis zu vier Bücher pro Kategorie in die Wertung einfließen. Im vergangenen Jahr gab es für jedes weitere Buch einen Punkt, da uns eine ehemalige Kollegin, die auch beruflich viel lesen muss, uns so abgezockt hat und ich hoffe, dass es so für die anderen auch etwas attraktiver wird, habe ich angekündigt, dass erst am Tag der Wertung ausgelost wird, welche Kategorien Extrapunkte bekommen und welche nicht. So bleibt es vielleicht etwas spannender. Ich halte euch auf jeden Fall auf dem Laufenden!

 

 

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Bestseller lesen

Wer bestimmt eigentlich was ein Bestseller ist und warum heißt mein Blog „Deutsche Bestseller“? Das Wort „Bestseller“ heißt ja soviel wie „hat sich ziemlich gut verkauft“ und natürlich ergeben sich die Bestsellercharts in Deutschland aus den verkauften Büchern. Wir Menschen haben ja irgendwie diesen Drang in uns, alles zu bewerten und das beste zu suchen, an Wettbewerben teilzunehmen und zwar nicht weil es Spaß macht, sondern um zu ermitteln wer der beste ist.

Künstlerische Werke wie Musik oder Literatur lassen sich offenbar dadurch einordnen, indem man schaut wie gut sich das jeweilige Buch oder die CD verkauft. Dadurch ergeben sich die Charts , die natürlich keinerlei Qualitätsurteil bieten können, sondern nur widerspiegeln wie erfolgreich es verkauft wurde. Da spielen verschiedene Dinge mit rein, zum Beispiel der Bekanntheitsgrad der Autoren, wie viel Werbung für das Buch gemacht wurde oder ob es den aktuellen Publikumsgeschmack trifft.

Büchercharts gibt es in Deutschland seit 1961. Seitdem hat das Magazin „Der Spiegel“ die Charts veröffentlicht. Seit 1971 ermittelt der Buchreport das Ranking im Auftrag des Spiegels. Knapp zehn Jahre später ist eine eigene Bestsellerliste für Taschenbücher erstellt worden, seit 2002 gibt es dank des Manager Magazins auch eine Liste für Bücher aus dem Themenbereich Wirtschaft, danach kam ein Ranking für Kinder- und Jugendbuch, das mittlerweile in Bilderbuch, Kinderbuch, Jugendbuch und Sachbuch aufgesplittert ist. Dann kamen eigene Bestsellerlisten für DVDs und Hörbücher sowie Paperbacks. Die Infos gibt’s alle unter buchreport.de.

Vor einigen Jahren hatte ich die Idee die Spiegel-Bestsellerliste, die wöchentlich aktualisiert wird, komplett zu lesen, um zu wissen, was gerade „in“ ist, worüber die Leute reden und warum manche Bücher auf dieser Liste landen. Alle Bestsellerlisten durchzulesen, -hören und -gucken ist natürlich ein Ding der Unmöglichkeiten, also habe ich mich dazu entschieden den Fokus auf die Hardcoverliste zu legen, denn dort landen schließlich die Neuerscheinungen.

Spannend ist ja wirklich, dass man an dem, was gerade so in ist – auch bei Büchern – so ein bisschen die derzeitige Stimmung in der Gesellschaft ablesen kann. Zum Beispiel, wenn Biographien herauskommen und diese entweder nur ganz kurz in den Charts aufploppen oder richtiges Interesse besteht, wenn sie sich viele Monate halten. Einen Aha-Moment hatte ich vergangene Woche als auf Platz 1 der Belletristik-Charts das Buch „Freedom – Die Schmahamas-Verschwörung“ stand, ein Buch von einem Autor namens Paluten. Noch nie gehört habe ich mir gedacht und nach kurzer Recherche herausgefunden, dass es sich um einen sehr erfolgreichen Youtouber handelt. Mittlerweile – in der zweiten Woche – ist das Buch auf Platz 2 abgerutscht, hat aber mit Ferdinand von Schirach auch einen harten Gegner.

Schade finde ich, dass man nirgend erfährt, wieviele Bücher tatsächlich verkauft wurden. Da sollte man doch noch ein bisschen nachbessern. Was meint ihr? Würde ich von buchreport.de eine Antwort auf diese Frage bekommen? Ich versuche es einfach mal und werde dann berichten, ob und was dabei herausgekommen ist. Vielleicht weiß ja jemand von euch mehr darüber? Würde mich freuen, wenn ihr euch meldet

Sehr schön, fand ich übrigens den Artikel von Jörg Magenau. Den faszinieren Bestseller nämlich ebenso:

http://www.spiegel.de/kultur/literatur/joerg-magenau-ein-ganzes-buch-ueber-bestseller-a-1194859.html

Halbzeit

In diesem Jahr habe ich das Lesen wieder ganz vorne auf meine Liste der guten Vorsätze gesetzt, denn das hat in den vergangenen Jahren etwas gelitten. Alle möglichen anderen Hobbies waren wichtiger und der Stapel der ungelesenen Bücher ist ins unendlichen angestiegen. Bücher gekauft habe ich nämlich trotzdem noch.

Tatsächlich kann ich jetzt schon, also nach gut drei Monaten erfreuliches berichten. Bei Goodreads, wo ich seit zwei Jahren Mitglied bin und mit meinen Reading Challenge-Mitstreitern verbunden bin, um zu sehen, was sie denn gerade auf dem Nachttisch liegen haben, gibt es ja auch eine Challenge. Eigentlich eine ganz simple, denn es geht nur darum, dass man angibt wie viele Bücher man in diesem Jahr schaffen will.

Nachdem ich 2016 nur 17 Bücher und 2017 nur 32 Bücher geschafft hatte, wollte ich mich ein bisschen fordern und habe 60 angegeben. Das ist ein bisschen mehr als eins pro Woche. Und Tadaa! Ich bin wirklich erfoglreich. Heute, am 7. März, habe ich schon mein 30. Buch eingetragen (und zugleich das 31.) und bin sozusagen 15 Bücher im Plus, wenn man die Zeit einrechnet. Damit habe ich mir ein gutes Polster erlesen und bin mir ganz sicher, dass ich diese Challenge in diesem Jahr schaffen werde.

Einerseits war es bisher noch nicht so schwierig, weil unter den gelesenen Büchern überdurchschnittlich viele recht kurze Werke waren, andererseits hatte ich das Glück, dass sehr viele außerordentlich gute Bücher dabei waren, die ich euch auch noch nicht alle vorgestellt habe. Acht Stück haben die volle Punktzahl, also 5 Sterne bekommen, was bei mir soviel heißt wie: Sofort lesen, es gibt keine Ausreden. Leider waren auch vier mit nur einem Stern dabei. So häufig daneben gegriffen habe ich auch schon lange nicht mehr.

Bei mir läuft’s auf jeden Fall, es warten noch viele Werke darauf entdeckt zu werden, erst heute habe ich die Bibliothek wieder geplündert. Ich wünsche euch noch ein schönes Lesewochenende und verzieh mich jetzt mit neuem Stoff auf die Couch.

Dostojewskij, Heftroman und Sachbücher

Kennt ihr das auch? Da liegt ein ganzer Stapel Bücher und ihr könnt euch einfach nicht entscheiden welches jetzt das nächste sein sollte?

Mir geht es regelmäßig so, deshalb lese ich meistens mehrere Bücher parallel. Häufig sind es nur zwei oder drei, aber manchmal können es auch acht, neun oder zehn sein. Je nachdem wo ich bin, wie viel ich zu tun habe, wie viel Zeit ich habe und vor allem wie spannend die Bücher sind. Manche muss man auch mal hinlegen, wie zum Beispiel Kurzgeschichten-Bände. Da kann ich einfach nicht eine nach der anderen weglesen, die müssen ja schließlich auch ein bisschen nachwirken.

Diese Woche habe ich mehr Zeit als sonst, mir deshalb allerdings auch viele Dinge vorgenommen. Fakt ist jedenfalls, dass ich im Buchladen war, in der Onleihe gestöbert habe, in meinen Bücherstapeln gewühlt habe, ein Päckchen von der Bundeszentrale für politische Bildung bekommen habe und auch noch in der „normalen“ Bücherei war, mit verheerenden Auswirkungen.

Ich lese nämlich so viele Bücher parallel, dass ich schon fast den Überblick verloren habe und echt froh bin, wenn ich eins durch habe. Darunter sind „Schuld und Sühne“ von Fjodor Dostojewskij, ein Sachbuch übers Sprachenlernen, ein Heftroman (natürlich nur zu Recherchezwecken), „Lettipark“ von Judith Herman (Ein Erzählband), „Viva Polonia“ von Steffen Möller“, ein Buch über die Geschichte Polens, ein Buch über die Geschichte der Ukraine, Stephen Kings „Brennen muss Salem“ und „Mutprobe“ von Bascha Mika. Neun sind es insgesamt und ich muss zugeben, dass ich ganz tapfer war und fünf wieder auf den Stapel gelegt habe, weil irgendwann wird es dann doch unübersichtlich.

Eigentlich hätte ich tatsächlich mehr Zeit zu lesen, doch andererseits nutze ich die Zeit gerade mehr um zu schreiben und andere Projekte anzustoßen, deshalb schrumpft der Stapel kaum (naja, immerhin habe ich gestern den Comic „Dr. Who – Die vier Doktoren“ beendet) und das macht mir ein schlechtes Gewissen. Schlimm, oder? Schlechtes Gewissen wegen Bücher liegen lassen. Bitte sagt mir jetzt, dass es euch auch manchmal so geht. Jetzt muss ich aber wirklich aufhören und lesen oder eher schreiben und dann lesen… oder so.

365 Bücher von starken Frauen

Viele_Buecher

Deutschland ist eins der modernsten Länder, wir haben eine Bundeskanzlerin, viele Frauen in Chefpositionen, trotzdem gibt es noch viele Bereiche in denen es hakt. Man nehme zum Beispiel die berühmte  „Lohnlücke“ auf die der Equal Pay Day vor knapp zwei Wochen aufmerksam gemacht hat.

Auch mit Blick auf die Literatur gibt es mehr Autoren als Autorinnen – außer in manchen Genres wie Liebesroman – vor allem wenn man weiter in Zeit zurück geht.

Die New York Public Library hat zum Internationale Frauentag in diesem Jahr (8. März) eine Liste mit 365 Büchern von Autorinnen erstellt. Die Links auf der Seite führen natürlich in den Katalog der New Yorker Bücherei, die Liste fand ich aber trotzdem sehr interessant und hoffe ich kann einige gute Sachen entdecken. Klar, kommen ein paar bekannte Namen vor, aber viele der Autorinnen sagen mir erstmal nichts, also freue ich mich über neuen Input.